Die Anfänge
Im Jahr 2012 entschied sich Georg von Schönberg, Gutsherr des Ritterguts Wierborn, für eine Biomasseheizung als Heizlösung für das Gutshaus. Ein Teil des benötigten Brennstoffs, Hackschnitzel, stammte aus dem eigenen Wald. Die Wahl fiel auf die bewährten Biomasseheizungen von dp Energietechnik, nachdem von Schönberg zufriedene Kunden kennengelernt hatte.
Diese 300 kW Biomasseheizung versorgte nicht nur das Gutshaus, sondern auch umliegende Gebäude wie Wohnhäuser, eine Werkstatt und sogar eine Reithalle über 565 Meter Nahwärmeleitungen. Die Reithalle war dabei ein bedeutender Abnehmer für die Wärme. Die Heizung sollte in Zukunft auch für die Getreidetrocknung eingesetzt werden.
Die Erfolgsbilanz
Die Heizung auf Gut Wierborn erwies sich als äußerst zuverlässig. Störungen waren selten und konnten dank der Hilfe der dp Notfall-Hotline oft sogar telefonisch behoben werden. Die vollautomatische Reinigung der Brennkammer erleichterte den Betrieb und senkte Kosten. Für den Verwalter des Guts, Ulrich Hartmann, stand fest, dass er bei Bedarf erneut auf Heizomat und dp Energietechnik setzen würde. Dies sollte auch tatsächlich geschehen.

Gutsverwalter Ulrich Hartmann vor der 300 kW Hackschnitzelheizung
Die erste Ausbaustufe mit 300 kW versorgt das Gutshaus, umliegende Wohnhäuser, eine Werkstatt und sogar eine Reithalle. Alles über 565 Meter Nahwärmeleitungen.
Die Erweiterung
Das Rittergut Wierborn hat sich dazu entschlossen, seine Wärmeversorgung zu erweitern. Mit Unterstützung von dp Energietechnik wurde eine neue, zusätzliche Biomasseheizung mit 600 kW Nennwärmeleistung in Betrieb genommen. Angetrieben von dem Wunsch, die fossilen CO2-Emissionen weiter zu reduzieren und die Brennstoffkosten zu minimieren, investiert das Gut in diese ehrgeizige Erweiterung.

RHK-AK 600 Biomasseheizung
Die neu installierte Hackschnitzelheizung mit 600 kW Nennwärmeleistung
Erweiterung der Nahwärmeversorgung
Die Erweiterung um 600 kW ist Teil eines umfassenden Nahwärmeversorgungskonzepts, dass nicht nur die Grundlast, sondern auch die Spitzenlast abdecken soll. Dank der neuen Ausbaustufe verhindert diese Anlage im Vergleich zu einer Ölheizung jährliche fossile CO2-Emissionen ca. 454 Tonnen die bei der Verbrennung von äquivalenten 170.500 Litern Heizöl entstanden wären.

Hackschnitzellager
Mit einem Frontlader Leicht zu befüllen und über die Gelenkarmaustragung direkt mit dem Kesselverbunden.
Vorteile für Wärmeabnehmer
Das Nahwärmekonzept auf dem Rittergut Wierborn erweist sich als unschlagbare Kombination aus zentraler Wärmeversorgung und hohem Nutzungskomfort. Die Nähe zur eigenen Energiequelle, in Form von Hackschnitzel aus Restholzbestandspflege, schafft Transparenz über Brennstoffherkunft und Wärmeversorgung. Die Anschlussnehmer profitieren von preiswerter, regenerativer Wärme mit geringem Primärenergiefaktor gemäß dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der DIN V 18599 von nur 0,2. Das Konzept vereinfacht den Alltag, indem es den Bedarf an Heizungsraum, Schornsteinfegerbesuchen und eigener Brennstofflagerung minimiert. Insgesamt bietet das Nahwärmekonzept auf dem Rittergut Wierborn eine transparente und kosteneffiziente Lösung für die Wärmeversorgung, die die Bedürfnisse der Endverbraucher in den Mittelpunkt stellt.

Nahwärmenetz versorgt umliegende Gebäude
Über 30 Gebäude und eine Getreidetrocknungsanlage werden von der neuen Heizung über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt.
Technische Details
Die neue Anlage, ausgestattet mit einem RHK-AK 600 Kesseltyp, wird mit Hackschnitzeln aus Restholzbestandpflege betrieben. Sie versorgt nicht nur das Gutshaus, sondern auch 30 Einfamilienhäuser in einem angrenzenden Wohngebiet, ein Zweifamilienhaus, ein 14-Parteien Mehrfamilienhaus, die Reithalle, Sozialräume und die neue Getreidetrocknungsanlage. Um die Effizienz zu steigern, wurden ein 32 m³ Pufferspeicher, ein VA-Kamin und Nahwärmerohre verbaut.

Technische Planung
Fazit
Mit der Erweiterung baut das Rittergut Wierborn seine Wärmeversorgung auf Basis von Biomasse weiter aus. Landwirtschaft, eigene Brennstoffressourcen und zentrale Wärmeerzeugung greifen dabei in einem gemeinsamen Versorgungskonzept zusammen. Gleichzeitig schafft die Anlage eine belastbare Grundlage für eine wirtschaftliche Wärmeversorgung.
Gemeinsam mit dp Energietechnik führt das Rittergut Wierborn das bestehende Wärmekonzept konsequent fort und erweitert die Versorgung um zusätzliche Leistung und weitere Wärmeabnehmer. So wächst aus dem ursprünglichen Projekt Schritt für Schritt ein größeres Nahwärmesystem.




