Kurzinformationen zu dieser Referenzanlage
Projektberater:
Dieter Graf
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Referenzart:
Wärmetechnik
Typ:
150 kW - 200 kW
Energieträger:
Hackschnitzel
Anwendungen:
Landwirtschaft

Dritte Generationen Hackschnitzelheizung

Ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb in 48480 Schapen setzt seit Jahrzehnten auf Hackschnitzel als Energieträger. 2023 wurde die bestehende 300-kW-Anlage nach 23 Jahren Laufzeit durch eine moderne 200 kW Hackschnitzelheizung vom Typ RHK-AK 200 P ersetzt.

Damit ist es bereits die dritte Anlage, die wir für diesen Betrieb realisieren durften – ein klares Zeichen für gewachsene Zusammenarbeit und technisches Vertrauen.

Luftbild eines Schweinezuchtbetriebs

Hofanlage mit Stallgebäuden und Wohnhaus

Der landwirtschaftliche Sauenbetrieb mit Stallanlagen, Wohngebäuden.

Hackschnitzelheizung im Schweinestall: Ausgangssituation in Schapen

Der Betrieb bewirtschaftet rund 120 Hektar Fläche und hält etwa 250 Sauen mit Ferkelaufzucht. Beheizt werden die Stallanlagen mit dauerhaft beheizten Ferkelnestern (40–45 °C) sowie ein sanierter Altbau und ein weiteres Wohngebäude.

Die erste Anlage wurde 1997 installiert. 2002 folgte eine leistungsgesteigerte 300-kW-Hackschnitzelheizung als Erweiterung für den neu gebauten Ferkelstall. Diese zweite Anlage lief rund 23 Jahre zuverlässig, war technisch jedoch nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Sie arbeitete ohne konsequentes Puffermanagement, mit höheren Abgastemperaturen und entsprechend höherem Brennstoffbedarf.

Ziel war es, die Anlage effizienter, flexibler und brennstoffunabhängiger aufzustellen – ohne die Betriebssicherheit zu gefährden.

200 kW Biomassekessel RHK-AK 200 P im Heizraum eines Sauenbetriebs in 48480 Schapen zur Beheizung von Stallanlagen und Wohngebäuden

Heizraum mit RHK-AK 200 P Biomassekessel in Schapen

Die Hackschnitzelheizung mit 200 kW Nennwärmeleistung im Heizraum eines Sauenbetriebs zur Beheizung von Stallanlagen und Wohngebäuden.

Wärmebedarf im Schweinestall: 71 Abferkelbuchten und 600 m³ Hackschnitzel pro Jahr

Die Wärmeabnahme im Betrieb ist anspruchsvoll:

  • 71 Abferkelbuchten benötigen konstant 40–45 °C

  • Vorlauftemperaturen von bis zu 70–75 °C sind erforderlich
  • ganzjährige Nutzung – auch im Sommer durch Warmwasserbedarf
  • hoher Jahresverbrauch von rund 600 m³ Hackschnitzel

Gleichzeitig schwankt die Brennstoffqualität je nach verfügbarem Material. Verfeuert werden u.a. zugekaufte Hackschnitzel G50/W30. Die Materialqualität beeinflusst hier maßgeblich Ascheverhalten und Laufstabilität.

Die neue Anlage sollte daher:

  • flexibel auf unterschiedliche Brennstoffe reagieren können
  • Teillast sauber beherrschen
  • Sommerbetrieb effizient abbilden
  • den Brennstoffverbrauch messbar senken
Hackschnitzellager in einer großen Scheune

Hackschnitzellager mit G50/W30 Brennstoff

Großzügiges und gut zugängliches Brennstofflager mit Hackschnitzeln G50/W30 zur Versorgung einer 200 kW Biomasseheizung im landwirtschaftlichen Betrieb.

Technische Lösung: 200 kW Hackschnitzelheizung mit Pufferspeicher

Installiert wurde ein RHK-AK 200 P Biomassekessel mit 200 kW Leistung. Entscheidend für die Auslegung war die Integration eines Pufferspeichers, eine lastabhängige Fahrweise sowie das automatische Abschalten bei erreichter Solltemperatur.

Der neue Kessel arbeitet mit einem Puffermanagement und passt seine Leistung daran an. Sobald die Solltemperatur erreicht ist, fährt die Anlage kontrolliert herunter. Gerade in den Sommermonaten reduziert das unnötige Taktungen und spart Brennstoff.

Zusätzlich hält das integrierte Reinigungssystem mit Reinigungsbürsten die Wärmetauscherflächen sauber. Dadurch bleiben die Abgastemperaturen dauerhaft auf einem niedrigen und stabilen Niveau, was den Wirkungsgrad der Anlage sichert und unnötigen Brennstoffmehrverbrauch vermeidet.

Technische Planung einer Hackschnitzelheizung für die Ferkelzucht

Technische Planung

Kesseltausch im laufenden Stallbetrieb ohne Ausfallzeiten

Die Umsetzung erfolgte 2023 im laufenden Betrieb. Ziel war es, den Austausch der 23 Jahre alten Anlage ohne längere Ausfallzeiten der Stallheizung zu realisieren. Gerade im Sauenbetrieb mit dauerhaft beheizten Ferkelnestern ist Versorgungssicherheit entscheidend.

Technisch bedeutete das: Integration des neuen 200-kW-Kessels in die bestehende Fördertechnik, Anpassung der Hydraulik an den nachgerüsteten Pufferspeicher, sowie Optimierung der Regelung für den ganzjährigen Betrieb. Die Anlage musste sowohl hohe Winterlasten als auch sommerliche Teillastphasen mit geringem Wärmebedarf sauber abbilden.

Im Zuge der technischen Prüfung der bestehenden Abgasanlage wurde der vorhandene Kamin im Zusammenhang mit der neuen 200 kW Hackschnitzelheizung überprüft. Ergebnis: Der Kamin ist ausreichend dimensioniert und konnte weiterhin genutzt werden. Zusätzliche bauliche Maßnahmen waren nicht erforderlich.

Ergebnisse der neuen 200 kW Hackschnitzelheizung im Stallbetrieb

„Die alte Anlage hat über 20 Jahre gehalten. Wir haben uns auch andere Fabrikate angesehen – aber am Ende hat uns die Erfahrung überzeugt. Die Anlage muss laufen.“ – Betreiber der Anlage

Interesse an einer ähnlichen Lösung? Wir beraten Dich gerne.

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Fazit:

Wer einen Stallbetrieb mit dauerhaftem Wärmebedarf wirtschaftlich versorgen will, braucht keine Experimente – sondern eine robuste, effiziente Lösung. Die dritte Anlage für diesen Betrieb zeigt: Kontinuität entsteht durch Technik, die funktioniert.

Wenn auch du deine Stallanlagen oder Wohngebäude effizient mit einer Hackschnitzelheizung beheizen willst, lass uns dein Projekt gemeinsam durchrechnen.

Hi, ich bin Dieter und dein Ansprechpartner für Beratungen im PLZ-Gebiet 4.

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